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Panama & Panama-City (Gruppenreise Teil 6)

Geschrieben von Corinne am . Veröffentlicht in .

Die Reise nach Panama startete mit Aufregung. Am Abend vor der Einreise wurden wir erneut über die aktuellen Geschehnisse in Panama informiert. Leider konnte immer noch keine Einigung gefunden werden und die Situation im Land spitzte sich zu. Dennis, sein Chef und auch das Headoffice von Intrepid haben lange diskutiert und verschiedene Optionen durchgespielt. Aktueller Plan ist Route B, sprich Abfahrt 9 Uhr. Bereits während dem Frühstück kam die nächste Meldung. Neuer Plan, neue Abfahrtszeit 12 Uhr. Wir stellten uns bereits wieder auf einen Morgen am Strand oder beim Arbeiten ein und zack, neuer Plan. Abfahrt um 9.30 Uhr. Diesen Plan haben wir dann auch tatsächlich umgesetzt. Wir wurden von 2 Minivan’s abgeholt und in rasantem Tempo zur Grenze gefahren. Dort angekommen haben wir unser Zeugs geschnappt und sind zum 1. Büro gelaufen. Exit Costa Rica. Wir haben lange gewartet, USD 9 bezahlt und eine Quittung über USD 8 erhalten. Warum nur 8 obwohl wir 9 bezahlt haben? Keine Ahnung 😉
Als alle durch waren, ging es zu Fuss weiter. Kurze Zeit danach wollte jemand noch unseren Pass sehen, bevor dann eine Schlange vor dem nächsten Fenster war. Nochmal Exit Costa Rica. Dieser Officer hat die Quittung von davor kontrolliert und wenn die in Ordnung war, gab es den Exit-Stempel im Pass. Tatsächlich war die Quittung bei einer Teilnehmerin falsch. Der erste Herr hat die Passnummer falsch abgeschrieben. Sie musste also nochmals zurück und kam mit neuer Quittung. Dann ging der Spaziergang erst richtig los. Wir haben zu Fuss die Brücke über den Fluss überquert und kamen auf der Panama-Grenzstelle an.

Dort wurden wir von 2 (später 4) Officer begrüsst und jeder musste seine Immigration machen. Das hat zwar eine Weile gedauert, hat aber alles geklappt. Wir haben unseren Stempel im Pass bekommen. Dies ist nun das 10. Land auf unserer Weltreise!!! Danach mussten wir leider etwas warten. Dennis hat uns mitgeteilt, dass der Bus leider in den Strassenblockaden feststeckt. Nach einer kurzen Wartezeit bei «kühlen» 34 Grad und einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 200% sind unsere 2 kleinen Busse aber angekommen. Das Gepäck wurde verstaut, wir wurden wie immer herzlich begrüsst und los ging die Fahrt. Auch hier in Panama sind die Strassen nicht wirklich anders. Voller Schlaglöcher, je nach Regensituation viel Wasser und gefahren wird ohne Regeln. Leider aber dauerte die Fahrt nicht lange und wir kamen an die erste Strassenblockade. Also alles wieder aussteigen, Rucksack packen und weiter geht es zu Fuss. Immer wichtig: Lächeln aufsetzen und die Menschen freundlich grüssen. Die Strassenblockaden bestanden vor allem aus Holzbarrikaden, über welche man aber problemlos laufen kann. Unser Busfahrer respektive lokaler Organisator des Transfers hat uns immer begleitet und es war zu keiner Zeit gefährlich oder komisch. Es war lediglich heiss, feucht und etwas anstrengend, weil die Distanzen nie genau abzuschätzen war. Die Menschen vor Ort haben sich entsprechend organisiert und es standen jeweils Taxi’s, grosse Busse oder Privatvan’s zwischen den Strassenblockaden zur Verfügung. Diese haben dann Leute (egal ob Touristen, Lokale, Geschäftsreisende) von einer Blockade zur Nächsten gefahren. Und dies sowohl von Süden nach Norden oder eben von Norden nach Süden. Und so haben wir das Spiel ca. 6 Mal wiederholt. Den meisten aus der Gruppe hat diese Erfahrung gut gefallen. Klar, es war anstrengend und der Hintergrund der Proteste ist alles andere als witzig, aber wir waren sehr dankbar, dass wir auch das erleben durfte. Wir haben Intrepid ausgewählt, weil wir eben keine Luxus-Reise wollten. Wir wollten vor Ort Erfahrungen sammeln und dazu gehören auch solche. Es hätte natürlich anders ausgesehen, wenn es sicherheitstechnisch ein Problem gegeben hätte. Aber in diesem Fall hätte uns Intrepid erst gar nicht losgeschickt (Panama komplett zu streichen stand auch tatsächlich zur Debatte). Die Stunden sind dementsprechend ins Land gezogen, bis wir dann an einem kleinen «Hafen» angekommen sind. Ich muss mittlerweile schmunzeln, weil Boote ja nicht mein Lieblingsgefährt sind. Mittlerweile aber überlege ich gar nicht mehr und nehme es so hin. Es ist eigentlich einfach eine Holzhütte am Wasser (See oder im heutigen Fall Meer). Dort wird ein Ticket gekauft, die Personalien hinterlegt und dann steht dort ein kleines Boot. Leute steigen ein und das Gepäck wird dann halt einfach dort verstaut, wo es noch Platz hat. Und dann geht die Fahrt rasant los. Heute war es knapp eine Stunde und es ging ordentlich über Wellen. Zum Glück hatten wir einen Platz in der vorderen Reihe, denn die Passagiere hinten sind dann komplett nass auf der Insel angekommen. Unser Ziel war Bocas del Tore respektive deren Hauptinsel Isla Colón.

Nach einem kurzen Fussmarsch sind wir in unserer Unterkunft angekommen. Für uns eine ganz neue Erfahrung auf diesem Trip. Das Hotel ähnelte eher einem Businesshotel. Es war sehr modern und hatte alles zu bieten was man braucht. Und damit meine ich warmes Wasser mit einem gewissen Wasserdruck, sehr sauber, ein extrem bequemes Bett mit Decke und sogar sehr weiche Badtücher. Alles Dinge, die sonst eher Glückssache waren. Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir dann auf den Orientation Walk aufgebrochen. Dabei haben wir lediglich das Zentrum der Stadt erkundet. Die Insel ist doch grösser als wir dachten 😉 Anschliessend ging es zu einem Restaurant direkt am Meer und wir haben unser Abendessen bei herrlichem Ausblick bestellt. Wir wurden vorab «vorgewarnt», dass der Service in Panama eher bescheiden sei. Das können wir mittlerweile bestätigen. Alle sind freundlich aber arbeiten tun sie nicht so gerne. Am liebsten mögen sie es, wenn man zu ihnen geht, dort das Essen bestellt und sie nicht laufen müssen 😉 Für uns überhaupt kein Problem, aber es fällt halt jetzt extrem auf, weil wir in den anderen Ländern komplett andere Erfahrungen gemacht haben. Nach dem Abendessen ging es dann noch in die Tequila Republic, einer ausserordentlichen witzigen Bar. Mit am Start waren die üblichen Verdächtigen, Kay & Amillie und dann hat uns noch Nici, der Niederhelfenschwiler, begleitet. Es wurde mal wieder ein richtig genialer Abend mit guten Drinks, toller Musik und viel lustigen Gesprächen. Wir haben unserer Engländerin versucht «Zum Wohl» beizubringen. Was ist daraus entstanden? «Two more». Passt eigentlich auch in einer Bar. Wir haben uns also jeweils «two more» gewünscht und so mussten wir ja fast noch was bestellen. Die Nacht dauerte länger und wir sind dann eher spät ins Bett gekommen. Aber dafür haben wir jetzt eine von uns signierte 1-Dollar Note an der Decke der Bar hängen. Tobi hat diese, mit all seinem Wissen über Werkzeuge, unfallfrei an die Decke getackert. 🙂

Den ersten vollen Tag auf der Insel haben wir extrem «stressig» gestaltet. Wir haben am Pool gearbeitet, unsere weitere Reise angefangen zu planen, Instagram «erledigt» und es auch ein bisschen ruhiger genommen. Ah ja und natürlich nicht zu vergessen, ein leckeres Mittagessen am Meer mit einem tollen Fruchtdrink durfte natürlich auch nicht fehlen.

Der Rest der Gruppe ist an diesem Tag auf einen Tagesausflug aufgebrochen. Da wir mal wieder Lust auf einen Tag ohne Meckern und negativen Aussagen hatten, haben wir uns gegen den doch sehr toll klingenden Tag entschieden. Dennis hat dann aber was im Hintergrund für uns organisiert. Wir konnten den gleichen Ausflug einfach am nächsten Tag machen. Gleicher Kapitän, gleiches Boot, gleicher Ablauf nur halt für uns 4 (und vielleicht noch andere Touristen). Da haben wir natürlich gleich zugeschlagen und sind am zweiten vollen Tag zum Ausflug. Am Abend gab aber erst noch ein kurzes Nachtessen, der Vorabend stand uns doch noch in den Knochen. 🙂 Wie gesagt sind wir am Folgetag auf den Ausflug und mit uns war noch ein nettes Paar aus Madrid. Mit dem Boot ging es los zur «Delfinbucht». Das Wasser dort war nicht tief und die Delfine sind dort um ihre Jungen aufzuziehen und sich die Bäuche mit Nahrung vollzuschlagen. Es dauerte nicht lange und wir bekamen bereits die ersten beiden Delfine zu Gesicht. Unser Kapitän Valencia, der übrigens auch der Präsident der örtlichen Bootsvereinigung ist, hatte ein super Blick für die tollen Tiere. Wir konnten die Delfine ein bisschen aus sicherer Distanz beobachten. Leider kamen dann relativ schnell viele Boote, welche den Delfinen auf die Pelle rückten und diese auch verfolgt haben. Wir sind dann zum Schutz der Delfine weitergefahren. Für uns die genau richtige Entscheidung, wenn wir doch sehr gerne wilde Tiere beobachten. Leider war die Distanz zu den Delfinen für Fotos doch etwas zu gross bzw. hatten wir nicht die richtige Ausrüstung dabei. Das wir zu langsam waren, lass ich einfach mal unerwähnt. 🙂

Am zweiten Spot wurde dann die Schnorchelausrüstung verteilt und es ging in’s warme Wasser. Es hatte leider nicht so viele Fische wie auf Caye Caulker, dafür war das Reef etwas farbenfroher.

Wir hatten viel Spass und die 45 Minuten waren schnell vorbei. Danach ging es zu einem kurzen Abstecher zu einer kleinen Restaurantinsel. Dort haben wir das Essen für später vorbestellt. Zuvor soll es nämlich noch auf eine einsame, kleine Insel gehen. Die Fahrt dorthin war sehr rasant und voll mit Wellen, aber das Ziel war dafür umso traumhafter. Eine Karibikinsel (hätte man wahrscheinlich in 15 Minuten zu Fuss umrundet gehabt) wie aus dem Bilderbuch. Türkisblaues Wasser, feiner Sandstrand und ein paar Palmen. Herrlich. Wir haben die 2 Stunden genossen zum baden, sünnele (sonnen) und Quatsch mit unseren Handy’s zu machen. Zum Glück war es etwas bewölkt, sonst wäre es tatsächlich zu heiss geworden am Strand. Schatten war doch etwas Mangelware. 🙂

Die Zeit verstrich wie im Flug und wir wurden von Valencia in seinem Boot wieder abgeholt. In der gleich rasanten Fahrt ging es zurück zum Restaurant wo bereits unser Essen wartete. Reis mit Bohnen und Fisch oder Poulet (je nach Bestellung). Das Essen war super, vor allem auch wegen der Location. Das Restaurant war mitten im Meer auf Stelzen und man konnte während dem Essen auf den Meeresgrund sehen.

Auf der Rückfahrt sind wir dann an den verschiedenen Mangroven-Inseln vorbeigefahren bis zur nächsten Attraktion. Der Seestern-Insel. Das Wasser war vielleicht 2 Meter tief, komplett klar und am Meeresgrund sahen wir viele Seesterne. Auch das erste Mal für uns, die so live zu sehen. Wunderschön.

Den Abend haben wir dann mit der Bildmaterial-Auswertung und Ausruhen verbracht. Diesen letzten Tag konnten wir nur erleben, weil unser Reiseprogramm kurzfristig geändert wurde. Leider sind die Strassenproteste nach wie vor im Gange und wir können eine Ortschaft, Santa Catalina am Pazifik, nicht anfahren. Wir waren alle sehr traurig, hatten wir doch von diesem Ort sehr viel gehört. Aber so ist es eben und niemand hat Schuld und niemand kann was dagegen tun. Nach dieser Extra-Nacht auf der Insel sind wir also am nächsten Tag wieder aufgebrochen. Wir haben die Route auch hier wieder angepasst. Wir sind länger mit dem Boot gefahren, bis nach Chiriqui, sodass wir ein gutes Stück Strasse überspringen konnten. Was aber eigentlich noch schön war, denn diese Überfahrt war der Hammer. Dort am Hafen angekommen kamen dann auch gleich 2 Busse für uns. Gepäck wurde verstaut und los ging die Fahrt.

Zu unserer Überraschung sind die Busse direkt von Boquete, unserem nächsten Zielort, ohne jegliche Strassenblockaden gekommen. Wir waren also sehr zuversichtlich, dass unsere heutige Reise entspannt blieb. Tja, was sollen wir berichten? Wir hatten auf dem ganzen Weg keine Strassenblockaden. Dafür einen kaputten Reifen. Dank aller Hilfe war dieser aber ziemlich schnell gewechselt und die Fahrt konnte weitergehen. Es ging stetig hoch, lag doch unser Ziel wieder in den Hügeln. Zurück in die Berge, zurück in das Grüne. Da wir einen Tag später als geplant anreisten, hat sich dann auch das Hotel geändert. Wir haben zum ersten Mal im Selina Hostel eingecheckt. Es war erst seit 2 Wochen offen und sie sind noch am üben für den grossen Ansturm. Wir reisen hier ja in der Nebensaison und dementsprechend war nicht ganz so viel los. Ehrlich gesagt wollen wir gar nicht erleben, wie es hier in der Hochsaison zu und her geht. Uns reichen diese Touristen schon aus. Nachdem das Hostel Tobi und mich zuerst in 2 Einzelzimmer verfrachten wollte, haben wir dann ein wunderschönes Doppelzimmer bezogen. Die komplette Anlage des Hostels war wunderschön. Viel spielte sich wie üblich draussen ab. Es gab sogar ein kleiner Fluss, der quer durch die Anlage führte. Einen Platz mit Lagerfeuer, ein tolles Restaurant, ein Coworking-Haus, eine Bibliothek, eine Outdoor-Sportplattform, ein kleiner Laden, usw. Einfach super. Und das Internet war der Hammer.

Auch hier werden wir eine Nacht länger bleiben, sodass wir dann wie geplant in Panama-City eintreffen werden. Nach Ankunft sind wir wieder los zum Orientation Walk, den wir aber aufgrund der Witterung abgebrochen haben. Es hat extrem stark zu regnen begonnen. Die Temperaturen am Abend in den Bergen war dann auch nicht mehr ganz so warm, sodass wir froh waren, dass wir gleich Abend gegessen haben. Wir konnten anschliessend noch zum lokalen Reiseanbieter und Touren für die nächsten 2 Tage anschauen. Die Wettervorhersage war dann aber leider nicht so gut, sodass Tobi und ich nichts gebucht haben. Wir wollten spontan schauen, wie das Wetter sich entwickelt.

Am nächsten Tag haben wir uns aufgeteilt. Ich habe das super schnelle Internet und das Coworking Office genutzt und den ganzen Tag gearbeitet. Tobi hat die Stadt und einen kleinen Markt besichtigt, es sich gut gehen lassen und gegen Nachmittag auch die Anlage genossen.

Am Abend sind wir dann zu der örtlichen Brauerei gelaufen. Dort soll es gute Burger und Live-Music geben. Können wir auf jeden Fall bestätigen. Wir hatten einen genialen Abend in toller Begleitung, tolle Burger, gute Biere und eine Band, die extrem gute Musik spielte genossen. Vor allem der Gitarrist hat eine unglaubliche Show abgezogen. Hat er doch tatsächlich mit einem Glas, welches direkt die Saiten berührte einen unfassbaren Ton aus der Gitarre gebracht.

Am nächsten Tag hat das Wetter auch nicht viel besser ausgesehen, sodass ich mich gegen meine Zipline-Tour entschieden habe. Dann mache ich das halt mal in Neuseeland bei schönerem Wetter 🙂 Tobi hat spontan mit Kay eine Rum-Tour gebucht und Amillie und ich haben uns für eine «Schokoladen-Kaffee-Glacé-Tour» entschieden. Eine Tour war es nicht wirklich, wir haben einfach selber die Orte angesteuert. Nachträglich kann ich berichten, dass wir es nur zum ersten Kaffee geschafft haben. Dort gab es einen Kaffee-Frappucino der so unglaublich lecker und süss war, dass wir danach keine Lust mehr auf Schokolade und Glacé hatten. Dafür haben wir herrliche Gespräche geführt und dann gewartet, bis Kay und Tobi von ihrer Rum-Tour zurückkamen. Den Erzählungen nach hatten beide sehr viel Spass, haben sehr viel gelernt und der probierte Rum war auch sehr gut. Am besten berichtet er selber davon:


Ja, was soll ich zu der Rum-Tour gross sagen? 🙂 Es war der Hammer, ich habe noch selten so tollen Rum getrunken. Wir hatten eine kleine Tour gebucht und wurden um 13 Uhr am Treffpunkt abgeholt. Anschliessend ging es für ca. 40 Min mit einem umgebauten LKW auf Tour. Es wurde einfach wie ein Container auf die Ladefläche gebaut, in welchem die Touristen sich platzieren mussten, dann Klappe zu und ab ging die Fahrt. Selbstverständlich ohne Gurt und sonstige grosse Sicherheitsausrüstung. Aber war ok, schnell fahren konnten wir auf den engen Strassen hinauf zum Lagerraum des Rums eh nicht. Wir haben nämlich nicht die eigentliche Produktion des Rums, diese befindet sich eher in der Küstenregion, besucht, sondern einen Lagerraum auf 1’668 Meter über dem Meeresspiegel. Der Lagerraum befindet sich auf einem Gelände, welches für Touristen verschiedene Möglichkeiten bietet. So kann man hier neben der Rum-Tour auch eine Tee-Tour (ich meine wer es gern hat. :-)) oder eine Kaffee-Tour machen. Ausserdem gibt es noch Outdoor-Aktivitäten wie Zipline oder diverse Wanderwege. Die Rum-Destillerie hat den Ort für die Lagerung auf Grund der Höhenlage ausgesucht. Sie lagern dort einen speziellen Rum, welcher dann auch 1668 heisst. Die Höhenlage soll dem Rum eine besondere Note geben, da sich die Holzfässer während der Rum darin lagert, anders verhalten als in tieferen Regionen. Ob man das tatsächlich schmeckt sein dahingestellt, der spezielle Rum war aber auf alle Fälle extrem lecker. Nachdem uns der Guide begrüsst hat, ging es direkt in den Keller. Dieser war nicht besonders gross, aber sehr schön eingerichtet mit einer Bar, einem grossen Tisch und ein paar richtig schönen Holzfässern in denen der Rum gelagert wird. Hier haben wir dann erfahren, dass wir eine Privat-Tour hatten. Es gab keine weitere Anmeldungen, so dass nur wie beide als einzige Teilnehmer vor Ort waren. Das war natürlich super. So konnten wir viel mehr fragen und ehrlich gesagt wurden unsere Gläser auch besser und häufiger gefüllt, als wenn es eine volle Gruppe gewesen wäre. Aber man muss ja auch mal Glück haben mit einer Gruppe. 🙂 Und der Schwabe hat mal wieder das Meiste für sein Geld bekommen. 🙂 Die Tour startete mit einem kurzen Video über die Destillerie, die Geschichte des Rums in Panama und den Herstellungsprozess. Alles wirklich sehr interessant. Anschliessend ging es dann noch tiefer in die Thematik, wobei ich zugeben muss, da hab ich dann nicht mehr alles verstanden. Warum und wieso man verschiedene Arten von Holzfässer nimmt konnte ich mir noch erklären, weil es ein anderes Aroma gibt, aber als es dann um die Zusammensetzungen usw. ging, wurde es mir doch zu heftig. Spanned fand ich noch, dass der Rum nach dem «Solera-Prinzip» hergestellt wird. Das bedeutet, dass von einem Rum immer 4 Fässer übereinander gelagert werden. Im obersten Fach der jüngste und im unteren der älteste. Dann wird immer aus dem unteren Fass etwas entnommen und mit dem Rum aus dem darüberliegende Fass wieder aufgefüllt. Hierfür werden immer 25% eines Fasses verändert. Sprich 25% aus dem untersten entnommen und dann jeweils 25% von dem Fass darüber usw. Dadurch bleibt nie Luft in den Fässern und der jeweils jüngere Anteil nimmt die Eigenschaften des älteren Teils schneller an. Damit muss man nicht tatsächlich 12 Jahre warten bis der Rum als 12 Jahre alter Rum verkauft werden kann. In Panama ist es so, dass einfach der Teil des ältestes Rums das Alter auf der Flasche angibt. Also wenn in diesem Verfahren produziert wird. Sicher gibt es auch Rums die tatsächlich 12 Jahre in einem Fass sind und dann verkauft werden, aber so muss man eben 12 Jahre warten und hoffen das es etwas Gutes gibt. Nach all der Theorie ging es aber endlich an das Probieren. Im ersten Schritt haben wir gelernt, wie man Rum richtig probiert. Man nimmt das Glas und schaut sich den Rum an. Ist die Farbe klar, golden, bernsteinig, dunkel, trüb, usw. Dann riecht man mit einem tiefen Zug am Rum um zu definieren ob der Rum nussig, holzig oder nach Kokosnuss, Mandel, Vanille, Rosinen oder nach Zimt richt. Dabei wird das Glas nicht so geschwenkt wie z.B. beim Rotwein sondern eher still gehalten. Dann nimmt man einen ersten kleinen Schluck, behält den Rum aber erst ein paar Sekunden im Mund und spült diesen aus, ehe man den Rum schluckt. Damit wird der Mund und die Geschmacksnerven an den Rum gewöhnt. Dann nimmt man einen zweiten kleinen Schluck und wiederholt das Ganze ehe man auch das schluckt. Damit ist der Mund kalibriert und die Geschmacksnerven bereits an den Rum gewöhnt. Den dritten Schluck trinkt man wie einen Schnaps, sprich einfach in den Mund und direkt schlucken. Man merkt jetzt tatsächlich wie sich der Geschmack bei jedem Schluck verändert und wie der dritte Schluck z.B. viel weniger brennt oder auch unangenehm ist. So kann man auch die verschiedenen Noten, wie holzig, rauchig, scharf, süss oder bitter viel besser unterscheiden. Dann kommt noch der vierte und für mich lustigste Test. Man nimmt das leere Glas und schwenkt es mit dem Boden nach oben durch die Luft. Yepp, dabei versaut man sich den Boden, aber das macht in dem Fall nichts. Weil wichtig ist, wie das Glas dann riecht wenn der Rum vollends aus dem Glas geschleudert wurde. Ist das Aroma dann noch vorhanden oder intensiver geworden oder gleich ausgewogen. Ich war überrascht wie sich das teilweise verändert hat. Über die Tropfen am Boden mussten wir uns in dem Fall keine Gedanken machen. Im Lagerraum war ein wunderschöner Holzboden, welcher tatsächlich immer mit Rum gereinigt wird. Man verwendet in dem Raum keine Chemikalien zur Reinigung, da diese durch die Poren in den Holzfässer in den Rum gelangen könnten. Der Boden hat das Ganze aber extrem gut vertragen, sah wirklich toll aus. 🙂 Nach diesem Prozedere haben wir dann 3 verschiedene Rums probiert und einer war besser als der Andere. Wir konnten unsere Erfahrungen in einem vorgefertigten Blatt eintragen und konnten selbst herausfinden, was wir alles schmecken und riechen. Hat tierisch Spass gemacht und ich war erstaunt, wie gut wir das gemacht haben. Zum Abschluss gab es dann noch spontan einen vierten Rum zum probieren, welcher glaub ich nicht mehr Gegenstand der Tour gewesen wäre. Aber wir waren ja nur zwei und der Guide hatte extrem Freude an uns und unseren vielen Fragen. Den Abschluss haben wir dann auf der «Vulkan-Terrasse» gemacht. Eine ganz tolle Terrasse, direkt an den Lagerraum angrenzend. Diese heisst so, da man von dort aus direkt Blick auf den höchsten Vulkans Panama hat. Eine atemberaubende Aussicht und ein ganz tolles Ambiente. Alle Tische und Stühle waren Teile aus Holzfässern und um uns herum flogen sehr viele kleine und bunte Kolibris. Und zum Abschluss gab es natürlich noch etwas besonderes zu trinken, nämlich einen Rum-Kaffee Likör. Aber nicht mit irgendeinem Kaffee sondern mit einem Geisha-Kaffee, die teuerste Kaffeesorte auf der Welt. Das schmeckte dann wirklich nochmal richtig gut und war ein toller Abschluss. Nach knapp 3 Stunden war die Tour dann auch zu Ende und wir wurden mit dem Eigenbau-LKW wieder in die Stadt gefahren. Dort angekommen sind wir dann ebenfalls zu Corinne und Amillie ins Café, weil so starker Kaffee war jetzt doch eine gute Idee. Stieg der Rum doch ein wenig in den Kopf. 🙂

Den Abend haben wir dann im Hostel verbracht und dort noch eine Kleinigkeit gegessen. Da an dem Abend Bingo-Abend war, haben wir es dann aber doch bevorzugt den Rest des Abends im Zimmer zu verbringen. 🙂


Am nächsten Tag, mittlerweile der 30. Juli 2022, hiess es früh aufstehen, nochmals im Restaurant frühstücken (war inklusive) und dann ging es um 8 Uhr bereits los. Rucksäcke kamen wieder auf das Dach des Busses und los ging die Fahrt. Es stand mitunter die längste Fahrt, direkt nach Panama-City, vor uns, da wir leider nicht nach Santa Catalina konnten. Die Stimmung in der Gruppe war leider zunehmend schlechter geworden, was extrem schade war. Wir waren so froh, hatten wir es in unserer kleinen Gruppe so gut. Wir liessen uns die Stimmung nur kurzfristig vermiesen, wenn wieder mal was vorgefallen ist. Dennoch konnten wir uns danach rasch beruhigen und die Reise, das Land weiter geniessen. Ich bin extrem froh, dass wir Kay und Amillie nach wie vor mit uns hatten. Auf dem Weg gab es eine kurze Mittagspause und danach machten uns Dennis und der Fahrer das Angebot, auf dem Weg in die Stadt den berühmten Panama-Kanal zu besichtigen. Wäre natürlich der absolute Hammer gewesen, leider aber wollte ein Teil der Gruppe nicht mitgehen (mittlerweile machten sie gar nichts mehr mit, was der Tourleader vorgeschlagen hat) und so mussten wir alle zusammen direkt zum Hostel fahren. Der Weg führte aber über die berühmte Puente de las Américas und somit direkt über den Kanal. Zwischenzeitlich hat es stark geregnet und die Sicht war nicht die Beste, trotzdem konnten wir ein paar Schiffe und das Ausmass des Kanals sehen. Nach der Brücke hat man einen fantastischen Ausblick auf die vor uns liegende Stadt. Wow, komplett anders als alle anderen Zentralamerikanischen Städte. Es glich eher Miami, Florida mit all den Hochäusern. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unser Fahrer brachte uns dann zur nächsten und somit letzten Unterkunft: Hostel Selina in Casco Viejo, dem alten Stadtteil von Panama-City. Ein Vorteil hatte es hier, dass wir ein paar Mühsame in der Gruppe hatten. Unser Tourleader schaute, dass wir die schönsten Zimmer bekamen. Somit mussten wir nicht in einem Gemeinschaftszimmer schlafen sondern haben ein wunderschönes Doppelzimmer mit Aussicht auf das Finanzviertel der Stadt erhalten 😉 Zudem hatten wir alle langsam genug von diesen Nörgeleien, sodass Dennis das Abschiedsessen einen Tag vorzog. Wir haben dieses gleich dem Orientation Walk angehängt und waren dann lecker essen. Mit einem wirklich sehr kurzen «Good Bye» haben wir uns von der Gruppe verabschiedet. Den Abend haben wir dann noch in unserem kleinen Kreis auf dem Rooftop des Hostels ausklingen lassen. Dort war Party angesagt, war schliesslich auch Samstag und das Bier für Tobi zum Glück sehr kalt. 🙂

Den nächsten Tag haben wir alle etwas anders verbracht. Tobi hat sich zuerst einem City-Walk angeschlossen. Diese starten direkt im Hostel und sind kostenfrei bzw. man gibt einfach ein Trinkgeld am Ende. Wir hatten das ja schon in San José gemacht und auch dieses Mal war es wieder super. Der Rundgang ging durch die Altstadt von Panama City, also im Prinzip so rund um das Hostel. Dabei wurden verschiedene Kirchen angeschaut aber z.B. auch ein Mola Museum. Molas sind sehr traditionelle handgefertigte Stoffsachen. Häufig sind es wie Aufdrucke welche dann auf Taschen oder so kommen. Aber es gibt auch grössere Formate, welche dann als Tischdecken bzw. Untersetzer genutzt werden. Ein Mola besteht aus diversen übereinander liegenden bunten Stoffen in welche ein Muster geschnitten wird. Damit dann das Ganze in den verschiedenen Farben daher kommt, muss man sich schon im Vorfeld klar sein, wie das fertige Kunstwerk aussehen soll. Den am Ende werden die einzelnen Stoffe wieder vernäht und man erkennt das Bild, welches vorher geplant wurde. Ehrlich gesagt haben Tobi die Kunstwerke nicht so richtig gefallen, seiner Meinung nach sieht das Ganze immer etwas unfertig aus. 🙂 Aber zumindest sind die Sachen immer recht bunt.

Am Nachmittag ist Tobi dann auf den Fischmarkt zum Essen gegangen. Das war mal wieder eine Erfahrung, weil wenn man sich den Verkaufsständen für Essen nähert, kommen die ganzen Kellner auf einen zu und versuchen dich in ihr Lokal zu bringen. Das war gar nicht so einfach. Zum Glück war unser Tourguide mit dabei und hat uns in das beste Restaurant gebracht. Es gab so richtig leckeren Shrimp-Cocktail als Vorspeise und dann Pommes mit Meeresfrüchten. Der Hammer wie das zubereitet wurde und wie frisch mal wieder alles schmeckte. Leider war der richtige Fischmarkt, an welchem der fangfrische Fisch verkauft wird, schon vorbei. Wobei man sagen muss, Touristen sind in dem Bereich nicht ganz so willkommen, da es doch recht beschäftigt zu und her geht und mit all den Maschinen, welche durch den Markt fahren ist schon so manches passiert. Daher kein Problem, wie haben einen kurzen Blick hineingeworfen in die Halle, sonst aber lieber unser Essen genossen.

Am Abend sind wir dann aber mit Dennis zum letzten Mal essen gegangen. Irgendwie wollten wir uns von ihm noch persönlich verabschieden und auch unser Dankesgeschenk überreichen. Wir hatten einen tollen Abend, der erneut mit ein paar Drinks auf dem Rooftop geendet hat.

Offiziell ist die Gruppenreise nun zu Ende. Wahnsinn, was wir in diesen 6 Wochen alles erlebt haben und wieviele Kilometer wir wieder auf dem Land- oder Seeweg zurückgelegt haben. Aber das Allerschönste ist, dass wir dabei 3 ganz tolle Freunde gefunden haben. Kay, Amillie und Kelly werden wir nie wieder vergessen. Ehrlich gesagt können wir uns gar nicht mehr vorstellen, wie es war ohne sie zu kennen. Wir sind alle 5 sehr unterschiedlich und dennoch hatten wir eine wunderbare Zeit zusammen. Kelly hat uns bereits in San José verlassen, Amillie verabschieden wir hier und Kay hat spontan entschieden mit uns weiterzureisen bis zum nächsten Land. Selbstverständlich haben wir seit einiger Zeit eine tolle WhatsApp Gruppe und stehen somit täglich öfters in Kontakt. Wir haben also den letzten vollen Tag gemeinsam zu Viert verbracht. Wir haben uns den Panama-Kanal genauer angeschaut. Wir haben uns ein Uber gerufen und sind zum Kanal gefahren. Der nette Herr beim Visitor Center hat uns aber gleich mitgeteilt, dass wir zu einer ungünstigen Zeit hier sind. Die grossen Schiffe kämen erst nach 14 Uhr wieder. Also haben wir spontan umgeplant und sind mit dem Uber zur grössten Einkaufsmall gefahren und haben dort einen Kaffee getrunken. Die Mall war riesig, aber irgendwie hatten wir gar keinen grossen Bock auf Shopping und brauchen tun wir sowieso nichts. Also sind wir dann nach der Wartezeit wieder mit dem Uber zum Kanal gefahren. Es waren einige Leute vor Ort und hatten den gleichen Plan, aber das war uns egal. Ticket gekauft und los ging es. Zuerst läuft man durch ein kleines Museum auf 4 Etagen des Hauses bevor es dann raus auf die Besucherterrasse ging. Der Rest des Visitor Centers (IMAX Kino, Restaurant, etc) war leider aufgrund der Pandemie noch geschlossen. Während dem die anderen aufmerksam die Ausstellung begutachteten hat es mich nach draussen gezogen. Ich wollte endlich, endlich die grossen Schiffe sehen 🙂 Dabei ist uns aufgefallen, dass ja heute auch unser 8 Monats-Weltreisejubiläum ist. Was für ein toller Ausflug für unser Jubiläum! Eigentlich dürfte man mit dem Ticket nur 1 Stunde und 15 Minuten vor Ort verbringen. Tja, was sollen wir sagen…..wir waren so in unserem Element und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus als plötzlich kurz vor 18 Uhr war und die Pforten schlossen. Wir waren also grad mal knapp 4 Stunden dort. Egal, hat niemand gemerkt 😉 Der Schwabe Tobi würde auch hier wieder sagen: Das beste aus dem Geld gemacht. Wobei wir den Eintritt mit 10 USD pro Person sowieso mehr als fair fanden.

Am nächsten Tag war es dann leider soweit. Bei einem tollen Frühstück und einem anschliessenden Spaziergang mussten wir Amillie Tschüss sagen. Sie fliegt zurück nach Costa Rica und reist erstmal dort weiter. Sie ist auf Open End Weltreise und wir hoffen, wir sehen sie irgendwann wieder. Den Nachmittag haben wir dann ruhig angehen lassen. Es war extrem heiss und schwül und nach dem Spaziergang waren wir durch. Zudem haben wir uns extra in einem Hotel einquartieren lassen mit guter Ausstattung und gutem Internet, sodass ich viel Arbeiten kann. In ein paar Tagen wartet nämlich das nächste Abenteuer auf uns und ich werde mal 5 Tage gar kein Handy zur Verfügung haben 😉

Am Donnerstag den 04.08.2022 haben wir dann mal wieder einen auf Kultur gemacht. 🙂 Also zumindest mal am Morgen. Wir waren im Museum über den Panamakanal direkt bei uns neben dem Hotel. Eigentlich haben wir fest mit einem Eintritt von 5 USD gerechnet, wurden dann aber doch freundlich darauf hingwiesen, dass dies der Preis für Einheimische ist. Wir Touristen sollen doch bitte die 15 USD bezahlen. Ok, kann man machen. 🙂 Wir haben also das Geld bezahlt, dafür aber umso länger im Museum verbracht. Dieses war mal wieder sehr spannend und die gesamte Geschichte um den Kanal ist einfach extrem vielfältig. Begonnen mit den ganzen Vorbereitungen und Analysen welche Art von Kanal, wo er gebaut werden soll usw. Dann der erste Versuch durch die Franzosen, welcher dann abgebrochen werden musste, ehe der Kanal dann von den USA fertig gebaut wurde. Was aber fast noch heftiger war als die gesamte Bauzeit, war die Zeit nach der Fertigstellung und wie die Menschen in der amerikanischen Kanalzone gelebt haben und wie der technische Fortschritt und das Zusammenleben funktionierte. Alles strikt unterteilt und leider auch nach Hautfarbe. Arbeiter mit dunkler Hautfarbe mussten in Schlafställen mit vielen anderen Menschen schlafen, während weisse Arbeiter schon mal eine bessere Unterkunft hatten. Wobei auch nichts gegen die riesigen Häuser der weissen Personen, welche einen akademischen Titel hatten bzw. eher die «gehobenen» Tätigkeiten ausführten. Selbst bei der Bezahlung wurden Weisse besser gestellt. Hier gab es tatsächlich Gold als Bezahlung, während die anderen mit Silber Vorlieb nehmen mussten. Das ganze Thema wurde auf so eine vielfältige Art präsentiert, dass wir mit Lesen gar nicht hinterher gekommen sind und nachher völlig fertig waren. Leider haben sich die USA auch in diesem Land mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert sondern sich teilweise benommen wie die Axt im Wald.

Da wir nach dem Museum total fertig waren, haben wir nicht mehr viel gemacht sondern das Hotel genossen und etwas gegessen.

Dafür war der Folgetag, Freitag, dann wieder ein Tag zum Lachen. Corinne hatte eine Odyssee mit der Post und Tobi hatte endlich seine Booster-Impfung. Leider muss man für Ecuador bzw. Machu-Pichu in der Zwischenzeit 3-fach geimpft sein und da wir da unbedingt hin wollen, hab ich das jetzt auch noch gemacht. Immerhin haben wir ein Spital gefunden, bei welchem er nicht auf der Strasse geimpft wurde zwischen einem Hühnchenverkäufer und einem Verkäufer von Lotteriescheinen. Was ich hier beschreibe war die Situation am letzten Montag, als es Tobi an einer anderen Stelle versuchte. Dort war aber gerade die Impfung gegen Grippe am Zug und daher kein Impfstoff gegen Covid vorhanden. Ich Nachhinein ganz praktisch weil in der andern Klinik war das doch besser. Aber eben, andere Länder andere Sitten und lustig war es alle Mal. Den Nachmittag war Tobi dann etwas neben der Spur und hat sich erholt während ich die Zeit nutze um meine Kreditkarten welche ich mir nach Panama schicken lies zu jagen. Auch trotz super Planung haben zwei meiner Banken Änderungen an den Kreditkarten vorgenommen, sodass mir trotz Gültigkeit Neue zugeschickt wurden. Mein Papa hat mir diese also vor ca. 15 Tagen auf die Post gebracht. Dank dem Tracking der Schweizer Post habe ich gesehen, dass mein Brief bereits seit einer Woche in Panama zu sein scheint und keinen Wank mehr macht. Also ging ich auf die Suche. Ich habe herausgefunden, dass internationale Post in Panama nicht an das Hotel zugestellt wird, sondern bei einer der vielen Poststellen abgeholt werden muss. Bei welcher? Keine Ahnung, das muss man selber rausfinden. Also hat der Herr an der Reception mir ein Taxifahrer besorgt und ihn auf Spanisch instruiert, was er mit mir machen soll. Nämlich eine Poststelle nach der Anderen abfahren, bis wir die Karten gefunden haben. Klasse, wenn man nicht wirklich Spanisch spricht….Dank Google Translator habe ich es aber irgendwie hinbekommen und ich war froh, als mein Einschreiben auf der zweiten Poststelle aufzufinden war. Der Taxifahrer hat mich anschliessend zum Hotel zurückgefahren und ganz Tourilike habe ich viel zu viel für die Fahrten bezahlt. Aber egal, ich war einfach nur noch froh, konnte ich dieses Thema endlich abhaken.

Den Abend haben wir dann genutzt um unseren Erfolg zu feiern. 🙂 Wir sind in ein Restaurant und haben eine Kleinigkeit gegessen.

Am Samstag hatten wir eine glorreiche Idee. Wir sollten mit einem Uber auf die der Stadt vorgelagerten Inseln fahren. Unser Ziel war die Isla Flamenco, von welcher man einen tollen Blick auf das Meer und damit die grossen Frachtschiffe hat, welche in den Kanal einfahren oder eben von dort kommen. So weit der Plan und der Start der Umsetzung. Dummerweise hat es genau in dem Moment angefangen zu schütten, als wir das Auto verlassen mussten. Wir sind dann direkt zu einem Unterstand gerannt und haben dort erstmal gewartet. Nach 15 Minuten wurde der Regen besser und wir haben uns auf den Weg gemacht Richtung Küste. Allerdings war die Freude nur von kurzer Dauer den es begann erneut stark zu Regnen. Also was machen, wir sind einen Kaffee trinken gegangen. Da das Wetter aber nicht besser wurde musste Plan B her. Was sollen wir machen? Wir haben uns wieder ein Uber bestellt und sind in eine grosse Mall in der Stadt gefahren. Immerhin war es da trocken und wir wollten für die Weiterreise noch ein paar Sachen kaufen. Somit hat das eigentlich recht gut gepasst. Wir haben dann ein wenig eingekauft, noch viel mehr aber nur angeschaut. 🙂 So richtig Shopping-Laune kommt einfach nicht auf, wenn man weiss, dass man nachher alles tragen muss. Die Zeit verging trotzdem wie im Flug und wir haben uns gleich für ein kleines Nachtessen in der Mall entschieden. Damit war der Tag eigentlich auch schon durch und nachdem wir uns von einem Uber haben zurückfahren lassen, sind wir vollends im Zimmer geblieben.

Der folgende Sonntag war ein sehr arbeitsintensiver Tag. Das Wetter war nicht ganz so toll und wir haben uns um unsere Homepage usw. gekümmert. Tobi musste seinen Bierblog updaten und vor allem wollten wir endlich unsere Länderberichte über Zentralamerika fertig stellen. Und bei 8 Ländern kommt da doch etwas Arbeit zusammen. Aber hat sich gelohnt, die Homepage füllt sich langsam mit Inhalt und wir haben Freude daran. Ausserdem haben wir einfach auch unser Hotel nochmal genossen. Wer weiss wann wir mal wieder so toll übernachten werden. 🙂

Den Erfolg haben wir dann am Abend bei einem leckern Essen gefeiert. Wir sind los und in einem Restaurant gelandet, welches gleichzeitig ein kleines Automuseum war. Das war richtig cool, so zwischen all den alten Autos zu sitzen und das leckere Essen zu geniessen.

Den Folgetag haben wir nochmal für einen Ausflug auf die Isla Flamenco genutzt. Wir wollten doch nochmal die grossen Schiffe sehen und ein paar Bilder machen. Ausserdem hat man, wenn man von der Insel aus Richtung Panama City läuft einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt und auf die Puente des las Américas. Sprich die berühmte Brücke, welche den Panamakanal überquert und somit die Landverbindung zwischen Nord- und Südamerika darstellt. Wir sind gegen Nachmittag los und erst zurück als die Sonne bereits untergingen war. Es war so schön und wir konnten so viele Schiffe beobachten, das war herrlich. Selbst ein paar Bilder mit einem Regenbogen als Hintergrund haben wir hinbekommen. 🙂

Den Abend haben wir dann wieder gemütlich ausklingen lassen. Wir haben ein tolles argentinisches Steakhouse besucht und uns ein leckeres Stück Fleisch bestellt. Das Besondere in dem Restaurant war sicher die Einrichtung. So viele Farben und Liebe zum Detail sieht man glaube ich nicht alle Tage. Danach ging es noch kurz in eine Rum-Bar für ein kleines Tasting und ein Glas Weisswein für mich. Uns wird Panama schon fehlen, haben wir uns doch sehr wohl hier gefühlt.

Der nächste Tag war dann der letzte Tag für uns in der Stadt und unser grosses Abenteuer rückt immer nähre. Daher haben wir den Tag genutzt um letzte Besorgungen zu machen, Tobi brauchte unbedingt noch Rum und Cola. 🙂 Ausserdem haben wir uns noch mit Kay zum Kaffee getroffen um auch mit alles Weitere abzusprechen und alles zu organisieren. Am Nachmittag sind wir nochmal in die Kathedrale um uns diese ein wenig mehr im Detail anzuschauen. Schon eine sehr interessante Kirche mit viel Geschichte. Ausserdem ist es spannend zu sehen, wie sich auch in der Kirche teilweise die Zeiten ändern. Sonst kann man in einer Kirche immer eine Kerze oder ein Teelicht kaufen und anzünden. Nicht so hier. Hier wirft man Geld in eine Kasse und das löst einen Impuls aus, welche eine elektrische Kerze einschaltet. Nach 2 Stunden ist das Geld dann «aufgebraucht» und die Kerze geht wieder aus. Das macht das Ganze eher langweilig und bisher haben wir das anzünden einer Kerze immer sehr gerne gemacht. Aber so ist die Stimmung dahin. Wir machen das eigentlich in jeder Kirche um an alle Menschen zu denken, welche nicht mehr unter uns sind, trotzdem aber immer mit uns dabei sind. Wir haben es aber trotzdem gemacht und uns trotz allem gefreut und die Stimmung genossen bei den Gedanken an all die lieben Menschen.

Anschliessend haben wir unsere Rucksäcke umgepackt und alles seetauglich verpackt. Gar nicht so einfach, wenn man alles versucht wasserfest zu verpacken und gleichzeitig alles was man braucht in einen kleinen Rucksack zu bekommen. Unsere grossen Rucksäcke kommen zwar mit, sind aber unter Umständen nicht griffbereit. Daher war die Aufgabe doch recht anspruchsvoll. Aber wir haben das hinbekommen und sind dann am Abend nochmal los um einen letzten Happen in Panama zu Essen. Danach ging es noch eine kleine Runde durch die Stadt. Wir wollten uns noch ein wenig bewegen und einen letzten Blick auf die Skyline werfen.

Anschliessend sind wir früh ins Bett, immerhin werden wir morgen um 5 Uhr abgeholt und da heisst es fit sein. Was uns alles erwartete und wie unser Abenteuer verlaufen ist, dann hoffentlich im nächsten Beitrag. 🙂 Und als Abschluss können wir wirklich Janosch recht geben bei seiner Aussage, «Oh wie schön ist Panama». Zumindest wird jenen der Spruch bekannt sein, welche den kleinen Janosch aus Kindertagen kennen. 🙂 Danke Panama, du hast uns eine wunderbare Zeit beschert.

Corinne

Corinne

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